SPANNUNGSKOPFSCHMERZ
chronischer und episodischer Spannungskopfschmerz
Modifizierter und aktualisierter Beitrag aus dem Buch "Ambulante und stationäre Therapie chronischer Schmerzen", herausgegeben von Dr. R. Le eser, Enke Verlag Stuttgart (Nov. 1995, 2. Auflage), ISBN 3-432-9932-1 * (Beurteilung im Deutschen Ärzteblatt, Heft 27, 5.7.1996: Ausgereiftes Handbuch der Schmerztherapie mit einem vorzüglichen pharmakologischen Überblick).
Chronische Kopfschmerzen sind in besonderem Maße geeignet, das körperliche Allgemeinbefinden beträchtlich zu stören. Diagnostik und Thera pie von Kopfschmerzen werden allerdings durch die Vielzahl möglicher Ursachen erschwert, hinzu kommt, daß das Beschwerdebild nicht einheitlich ist, sondern in den verschiedensten Variationen auftritt. Von eminenter Bedeutung ist deshalb bei Kopfschmerzen eine genaue Anamnese (= Erhebung der Vorgeschichte). Diese erlaubt nicht nur eine exakte Klassifikation (= Bestimmung der Kopfschmerzart), sondern kann Hinweise auf mögliche organische Ursachen geben und ist dann richtungsweisend für weiterführende Untersuchungen.
Kopf schmerzen sind weit verbreitet. In Deutschland leiden 70 Prozent der Bevölkerung gelegentlich unter einem Kopfschmerz.
Von allen Kopfschmerz arten ist der Spannungskopfschmerz am häufigsten. Das häufigste Alter für die Erstsymptomatik ist 25 bis 30 Jahre, Frauen sind etwas häufiger betroffen.
Der Spannungskopfschmerz wird auch als Kopfschmerz vom Spannungsty p bezeichnet.
Nach der IHS- (= internationale Kopfschmerzgesellschaft) Klassifikation werden beim Spannungskopfschmerz zwei Formen unterschieden:
Episodischer Spannungskopfschmerz: weniger als 180 Schmerztage pro Jahr
Chronischer Spannungskopfschmerz: mehr als 180 Schmerztage pro Jahr, bzw. an mehr als 15 Tagen im Monat in einem Zeitraum von 6 Monaten
Der
Spannungskopfschmerz ist von allen Kopfschmerzformen am wenigsten klar
definiert. Der Begriff wird deshalb oftmals als Verlegenheitsdiagnose
verwendet.
Die Symptomatologie
(= die verschiedenen
Krankheitszeichen)
wird in der Literatur nicht einheitlich
angegeben. Nach Meyer (1989) ist beim Spannungskopfschmerz
die Lokalisation wechselnd, oft fronto/okzipital
(= im
Stirn
/
Hinterhaupt
bereich auftretend),
Soyka (1989) dagegen gibt als Schwerpunkt die
Nacken - und
Hinterkopf
region an. Meist wird der Schmerzcharakter mit dumpf, bohrend und
spannend bezeichnet. In der Regel liegen die Beschwerden beiderseits vor. Nach
unseren Erfahrungen geben die Patienten mit einem Spannungskopfschmerz
häufig an, der
Schmerz steige von
der Hinterkop
fregion auf und breite sich dann diffus bis zu
beiden Augenhöhlen aus.
In der Regel beginnt der Spannungskopfschmerz schleichend
morgens und steigern sich dann im Verlauf des Tages, meist den ganzen Tag
anhaltend. Teilweise werden aber auch im Tagesverlauf unterschiedlich lange
anfallsartige
Schmerz
verstärkungen angegeben, manchmal mit (milden) vegetativen Symptomen
(z.B. Übelkeit) einhergehend, so daß auch das Vorliegen von
Migräne -Kopf
schmerzen in Frage
kommt.
Ein Spannungskopfschmerz
tritt beim Treppensteigen oder ähnlicher körperlicher Routineaktivität nicht
verstärkt auf.
Bei der Untersuchung ist die Hinterkop
fregion beiderseits oft druckschmerzhaft.
Teilweise ist die Kalotte
(= der knöcherne Schädel)
klopfschmerzhaft. Sehr häufig finden sich im
Halswirbelsäule
nbereich
Muskel
verspannungen, diese können auch bis zur
Schulter
muskulatur
reichen. Fast alle Patienten mit einem Spannungskopfschmerz geben an, daß
Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit nachgelassen hätten.
Eine Verspannung der perikraniellen (= den Schädel umgebenden)
Musku
latur, wie es dieser Kopfschmerzbegriff
vermuten läßt, ist nicht zwingend.
Eine psychische Überlagerung, vor allem in Form von depressiver Verstimmung und/oder psychovegetativer Labilität ist bei Patienten mit Spannungskopf schmerz häufiger anzutreffen. In der Regel dominiert die pflichtbewußte und leistungsorientierte Persönlichkeit.
Eine Unterteilung in "episodischer Spannungskopfschmerz" und "chronischer (= länger als sechs Monate anhaltender) Spannungskopfschmerz" erscheint trotz der oben zitierten IHS-Klassifikation in der Praxis nicht sinnvoll, weil damit lediglich Verlaufsvarianten beschrieben werden, die sich selbst bei gleichen Patienten häufig abwechseln können.
Zur Differentialdiagnose (= was noch an anderen Kopfschmerzformen vorliegen könnten) eignen sich probatorische Nervenblockaden (= Nervenbetäubungen). Während einer regelrechten Blockade der Nerven supraorbitales, occipitales majores und minores sowie auriculotemporales (infiltrativ im Schlä fenbereich) bleibt i.d.R. ein Spannungskopfschmerz weg, nicht aber vasomotorische Kopfschmerzen (= von Blutgefäßen ausgehende) oder posttraumatische Kopfschmerzen (= nach Verletzungen auftretende), sofern diese auf meningeale (= hirnhautbedingte) Störungen zurückzuführen sind.
Therapie
bei Spannungskopfschmerz
(chronischer und
episodischer):
Die Schwierigkeit genereller
Therapieempfehlungen liegt darin, daß ein
Spannungskopfschmerz in allen möglichen
Variationen auftreten, sowohl hinsichtlich der Intensität als auch der
Periodizität (=
zeitliches Auftreten). Die
Kopfschmerzcharakteristika sind nicht nur von Patient zu Patient verschieden,
sondern können sich auch im Verlauf der
Kopfschmerzerkrankung
beim selben Patienten ändern, so daß dann jeweils die aktuelle Therapie angepaßt
werden muß. Hinzu kommt, daß die verschiedensten Behandlungsmaßnahmen sehr
unterschiedlich wirken können. Was bei einem Patienten wirksam ist, muß dem
anderen noch lange nicht helfen, auch wenn scheinbar Diagnose und Symptomatik
(= Krankheitszeichen)
übereinstimmen. Letztlich gilt es also, für jeden Patienten eine optimale
individuelle Therapie zu erarbeiten, was sehr zeitaufwendig sein kann.
Medikamentöse Schmerztherapie:
Die Behandlung mit Medikamenten ist
und bleibt angesichts mangelnder kausaler
(= ursächlicher)
Therapiemöglichkeiten eine Notlösung, weshalb im Hinblick auf die
Nutzen-Risiko-Relation die Arzneimittelverordnung ständig überprüft und der
aktuellen Leidenssituation des Patienten angepaßt werden muß.
Genaue Kenntnisse über Nebenwirkungen und Kontraindikationen
(= Gegenanzeigen)
sind für eine optimale
Schmerzbehandlung
unabdingbare Voraussetzungen. Grundsätzlich gilt, daß
Analgetika (=
Schmerzmittel)
möglichst nicht auf Dauer verabreicht werden sollen. Die Gefahr einer Gewöhnung
oder gar
Schmerzmittelabhängigkeit wird durch Verordnung von Kombinationspräparaten
noch gefördert. Besonders gefürchtete Beimischungen sind Barbiturate, Kodein und
Ergotam in.
Akuttherapie bei
Spannungskopfschmerz:
Für die Spannungskopfschmerbehandlung
haben sich folgende
Schmerzmedikamente
bewährt: Acetylsalicylsäure (z.B. ASS-ratiopharm®, Aspirin®), Paracetamol (z.B.
ben-u-ron®) und sog. nichtsteroidale Antirheumatika
(= Rheumamittel)
wie z.B. Ibuprofen (z.B. Brufen®, Dolgit®). Magenschonend sind die sog.
COX-2 Inhibitoren, z.B. Parecoxib (Dynastat®) oder
Etoricoxib (Arcoxia®), allerdings scheint diese Stoffgruppe mit einem
Herz-/Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, zumindest bei längerer Therapiedauer.
Es bleibt abzuwarten, ob Parecoxib und Etoricoxib nicht auch noch vom Markt
genommen werden, wie schon andere Mittel dieser Stoffgruppe zuvor.
Zusätzlich kann die Gabe eines zentralen
Muskel
relaxans z.B. Baclofen (z.B. Lioresal®)
(= ein Mittel zur
Muskelentspannung, im
Rücken
mark / Gehirn wirkend),
hilfreich sein.
Der akute Spannungskopfschmerz spricht auch auf
Ergotamingabe an. Hinsichtlich der Verordnungshäufigkeit bestehen aber
die gleichen Bedenken wie bei der
Migränetherapie.
Bei unzureichender Wirkung von Acetylsalicylsäure oder Paracetamol kann auch
Metamizol (z.B. Baralgin®, Novalgin®) versucht werden. Die i.v. Applikation
(langsam) führt zu einem schnellen Wirkungseintritt. In seltenen Fällen kann
allerdings die gefürchtete Agranulozytose (= Zerstörung bestimmter Blutzellen)
auftreten.
Alternativ kommt aus der Gruppe der zentral wirksamen
(= im Rückenmark bzw. Gehirn
wirkenden)
Schmerzmittel beim Spannungskopfschmerz
noch Tramadol (z.B. Tramal®) in Frage, evtl. in Kombination mit einem peripher
(= direkt im
Schmerzbereich) wirkenden
Schmerzmittel. Tilidin, selbst in Verbindung mit Naloxon (Valoron N®) hat nach
unseren Erfahrungen immer noch ein gewisses Suchtpotential. Eine Entwöhnung bzw.
ein
Schmerzmittelentzug ist manchmal sehr schwierig.
Opioide oder
Opiate
(= morphinähnliche
Schmerzmittel)
sollten eher zurückhaltend verordnet werden.
Oftmals kann mit der therapeutischen
Lokalanästhesie
(= Behandlung mit
einem
örtlichen
Betäubungsmittel bzw.
Lokalanästhetika)
in Form von
Nervenblockaden
(= Nervenbetäubungen)
und Infiltrationen dominanter Schmerzareale prompt Schmerzfreiheit
erzielt werden. Häufig ist zu beobachten, daß die Wirkung deutlich über die
Wirkdauer des verwendeten örtlichen Betäubungsmittels hinaus anhält.
Therapie
beim subakuten oder chronischen Spannungskopfschmerz:
Zur Therapie beim subakuten
(= eher mäßiger)
oder chronischen Spannungskopfschmerz haben sich verschiedene
psychotrope Substanzen (z.B. Doxepin, Maprotilin)
(= Mittel, die auf die Psyche einwirken)
sehr bewährt. Primär kommen sie dabei wegen ihrer schmerzdistanzierenden Wirkung
zur Anwendung.
Maprotilin (z.B. Ludiomil®) kommt bei uns am häufigsten zur Anwendung und
ist wegen der ausgeprägten dämpfenden Wirkung besonders für unruhige Patienten
geeignet. Amitriptylin (z.B. Saroten®) ist stärker stimmungsaufhellend und mäßig
dämpfend. Amitriptylinoxid (z.B. Equilibrin®) ist eine biochemische Vorstufe des
Amitriptylins und gilt als besser verträglich. Doxepin (z.B. Aponal®, Sinquan®)
eignet sich zur vegetativen Harmonisierung, wirkt ausgesprochen
depression slösend und
dämpfend. Diese Substanz eignet sich auch zur Abschirmung eines
Arzneimittelentzuges. Die Dosierung erfolgt generell einschleichend.
Die genannten tri- und tetrazyklischen
Antidepressiva (=
Mittel gegen
Depressionen)
können auch im Sinne einer
Schmerzprophylaxe
(=
Schmerzvorbeugung)
eingesetzt werden. Oftmals behalten wir diese Medikation nach einer
erfolgreichen Behandlung für weitere 2-3 Monate bei, allerdings in reduzierter
Dosierung (z.B. nur abends). In hartnäckigen Fällen hat sich die zusätzliche,
niedrig bis mittel dosierte Verabreichung eines
Neuroleptikum
s
(= Mittel zur Beeinflussung der
Psyche) bewährt. Wir bevorzugen
Levomepromazin (Neurocil®) in der Dosierung 3x3-15 Trpf. Levomepromazin wirkt
psychomotorisch (=
Psyche und Bewegungsabläufe betreffend) stark dämpfend, so
daß es in Kombination besonders mit dem ähnlich wirkenden Maprotilin vorsichtig
dosiert werden muß.
Die Wirksamkeit von Serotonin-Antagonisten
(= Mittel, die dem Gewebshormon
Serotonin entgegenwirken) wie
Methysergid (Deseril®), Lisurid (Cuvalit®) und Pizotifen (Sandomigran®,
Mosegor®) ist beim Spannungskopfschmerz (chronischer) durch
Studien bisher nicht belegt.
Auch die Wirksamkeit der Beta-Blocker
(= blutdrucksenkende Mittel, aber auch nachgewiesen
hilfreich bei
Migräne)
wie z.B. Propanolol (z.B. Dociton®) und Metoprolol (z.B. Beloc®) ist beim
Spannungskopfschmerz
wissenschaftlich bisher nicht eindeutig nachgewiesen, sie können dennoch
versucht werden.
Besonders bei Vorliegen einer "migränoiden" Begleitsymptomatik
(= z.B. Übelkeit, Licht- und
Lärmempfindlichkeit) ist als letzter
Therapieversuch auch der Einsatz von Triptane
(=
Migränemittel)
denkbar.
Therapeutische Lokalanästhesie
beim Spannungskopfschmerz:
Die Therapie mit lang wirkenden Lokalanästhetika
(=
örtliche Betäubungsmittel)
(Bupivacain, Etidocain) hat sich in der
Spannungskopfschmerz
-Behandlung sowohl bei akuten als auch
bei subakuten oder chronischen Schmerzzuständen sehr bewährt (Leser et
Hefer
mann).
Dabei werden (stationär 1 bis 2 mal täglich, auch an Wochenenden) alle Ner
ven, die an der sensiblen Versorgung des
Schmerzbereichs beteiligt sind, an ihrem Austrittspunkt mit 1-2 ml blockiert.
Zusätzlich werden, falls betroffen, die Aurikulotemporalis-
Region (=
Schläfe
ngegend)
und korrespondierende Triggerpunkte
(= Schmerzreizpunkte)
infiltriert. Von besonderer Bedeutung sind die myofaszialen
(= von
Muskeln und deren
Gewebsumhüllung ausgehende) Triggerpunkte. Beim
hinterkopfbetonten Spannungskopfschmerz, auch mit mehr oder weniger
deutlicher Beteiligung der
Halswirbelsäule,
führen wir in gleicher Sitzung tiefe Infiltrationen der angrenzenden Musku
latur mit insgesamt etwa 4- 6 ml durch.
Bei einem mehr halbseitigen Spannungskopfschmerz (Hemikranie)
ist auch die wiederholte Betäubung des
Ganglion stellatum
(= vegetative Schaltstelle im
seitlichen Halsbereich) mit einem lang
wirkenden Lokalanästhetikum hilfreich.
Im chronischen Stadium, aber auch beim episodenhaften
(= von Zeit zu Zeit
auftretenden)
Spannungskopfschmerz, wenn die schmerzfreien Intervalle nicht zu lange
anhalten (z.B. nicht mehr als 1 Woche), ist diese Therapie um so wirkungsvoller,
je häufiger sie angewendet wird. Als optimal erwiesen sich zwei Sitzungen pro
Tag über einen Zeitraum von ca. 10-20 Tagen, was in der Regel allerdings
organisatorisch meist nur stationär möglich ist. Nicht selten kann eine
anhaltende deutliche Schmerzlinderung, oft auch Schmerzfreiheit, manchmal sogar
schon nach wenigen Sitzungen erreicht werden.
Unter einer solchen intensiven therapeutischen Lokalanästhesie kann in der Regel
auch ein
Schmerzmittelentzug erfolgreich durchgeführt werden, sofern das Abusus-
(= Mißbrauch-)
oder Abhängigkeitsverhalten tatsächlich auf eine Schmerzbelastung und
nicht etwa auf ein psychisches Suchtpotential zurückzuführen ist.
Nichtmedikamentöse
Behandlung beim Spannungskopfschmerz
(chronischer oder episodischer):
Bei einem Spannungskopfschmerz werden die folgenden Methoden vorwiegend ergänzend
eingesetzt, teilweise sind sie aber auch unverzichtbare Bestandteile der
Gesamttherapie.
Bei der Punkteauswahl zur
Akupunktur (Schmerzakupunktur)
dominiert das Lenkergefäß, ein Meridian, der hinter dem
After beginnt und
sich über die Spitze der Dornfortsätze der
Wirbelsäule, über
die Schädelmitte bis zur Ober
lippe erstreckt.
Empfohlen werden hauptsächlich die Punkte 19, 23 und 25; zusätzlich Punkte des
Gallenblasen-Meridians im Kop
fbereich, so z.B. 3 und 20 (Kossmann
et al. 1986).
Auch die transkutane Nervenstimulation mittels Niederfrequenzgenerator
über Klebeelektroden (TENS) hat sich beim Spannungskopfschmerz bewährt. Mit
dieser Methode lassen sich häufig Schmerzmittel einsparen, oftmals kann auf
zusätzliche Schmerzmitteleinnahme sogar verzichtet werden.
Wenn ein chronischer oder episodischer Spannungskopfschmerz mit Störungen im Bereich
der Halsw
irbelsäule einhergeht, ist in der Regel die
Verordnung von physikalischen Therapiemaßnahmen (Fango, Spezialmassagen,
Wärmeapplikationen usw.) sowie Krankengymnastik hilfreich. Besonders zu
empfehlen sind Autoelongationsübungen. Manchmal kann auch durch eine manuelle
Lymphdrainage im Kop
f-/Halsbereich eine deutliche
Verbesserung erzielt werden.
Bewährt hat sich auch die wiederholte oberflächliche Kältebehandlung im Nac
ken-/HW
S-Bereich, evtl. auch unter Einschluß der angrenzenden
Schultermuskulatur. Im Rahmen einer Kurmaßnahme ist beim Spannungskopfschmerz
(chronischer und episodischer) auch eine Hydrotherapie in Form von
Wechselbädern und / oder Kneippschen Güssen empfehlenswert.
Auch
Bio-feed-back
(= Registrierung und Rückmeldung bioelektrischer
Signale) kann hilfreich sein.
Insbesondere beim Spannungskopfschmerz hat sich im Rahmen der
psychologischen Schmerzbehandlung die Vermittlung von
Entspannungstechniken (Progressive Relaxation nach Jacobson, Autogenes
Training) sehr bewährt. Bei einem
streß induzierten
Spannungskopfschmerz ist ein
Streßbewältigungstraining hilfreich.
Wenn ein chronischer oder episodischer Spannungskopfschmerz längerfristig besteht, ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
Falls Sie wissen möchten, woher
1. dieser Text stammt und
2. wer seit mehr als 22 Jahren ambulant und stationär eine qualifizierte Schmerztherapie und
3. natürlich für Ärzte auch die volle Weiterbildung zur speziellen Schmerztherapie anbietet, darüber hinaus
4. eine Weiterbildungsermächtigung für 1 Jahr Anästhesie besitzt (und das als Reha-Einrichtung !!),
5. zusätzlich 18 Monate für das Fachgebiet Physikalische und Rehabilitative Medizin und
6. natürlich auch für die Zusatzbezeichnung Rehabilitationswesen weiterbildungsberechtigt ist,
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ku SB aktualisiert:>23.01.2007</> http://www.spannungskopfschmerz.de